Unkraut:
Warum wächst in meinem Rasen Moos?
Was kann man gegen Moos im Rasen machen?
Was ist Rasensand oder Moossand?
Welche Möglichkeiten der mechanischen Unkrautbekämpfung auf Sportplätzen gibt es?


Rasenschädlinge:
Wo liegt der Unterschied zwischen Maulwürfen und Wühlmäusen?
Wie bekämpfe ich den Maulwurf, die Wühlmaus?
Sind Regenwürmer auf Sportrasenflächen Schädlinge oder Nützlinge?
Können Insektenlarven und Raupen Rasenflächen schädigen?
Welche schädigenden Insekten und Raupenlarven gibt es?


Rasenkrankheiten:
Wie kann ich Rasenkrankheiten (Pilzkrankheiten) verhindern?
Was hilft gegen Dry Patch - Trockenflecken?



Warum wächst in meinem Rasen Moos?
Moos wächst immer dort, wo die Standortverhältnisse für das Moos besser sind, als für das Gras.

Dies können sein:


Was kann man gegen Moos im Rasen machen?
Man macht die Rasengräser konkurrenzfähiger gegenüber dem Moos. Das heißt, man verbessert seine Standortvorteile und die Konkurrenzkraft. Wobei starke Schattenlagen immer ein Problem bleiben. Rasengräser sind Licht hungrig. Als eine gute und billige Möglichkeit der Bekämpfung hat sich die Anwendung von Eisen-II-Sulfat herausgestellt. Dies wird einfach auf die betroffenen Flächen ausgebracht und nach wenigen Tagen stirbt das Moos ab und kann heraus vertikutiert werden. Anschließend kann ein Nachsaat notwendig werden. Weiterhin ist eine Verbesserungen der Umfeld Bedingungen anzustreben, da sonst das Moos nach einiger Zeit wieder auftaucht.

Für eine gute Durchlüftung des Substrates sorgen:


Was ist Rasensand oder Moossand?
10 Schaufeln Sand, 3 Schaufeln schwefelsaures Ammoniak (Ammoniumsulfat ((NH4)²SO4))und zwei Schaufeln Eisen-II-Sulfat (FeSO4 oder Eisenvitriol) selbst mischen und auf den feuchten Boden 3 bis 4 mal im Jahr ausbringen. Mischung am besten selber herstellen. Günstigste Jahreszeit ist der Frühling. Ausbringmenge 100-200 g/m². Vorsicht: Verbrennungen möglich. Gut wässern. Danach immer vertikutieren und eventuell nachsäen. Komponenten aber besten immmer frisch mischen.
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Welche Möglichkeiten der mechanischen Unkraut Bekämpfung auf Sportplätzen gibt es?
Unkraut Bekämpfung im Rasen ist durch vorbeugende pflegerische und mechanische Maßnahmen möglich. Eine chemische Unkraut Bekämpfung gestaltet sich nicht immer einfach, da hierzu die Genehmigung der zuständigen Behörde nötig ist. Und diese kann zum Teil ungeahnte Kosten verursachen. Deshalb ist die Vermeidung von Unkraut immer noch der geeignetste Weg. Dies wird am besten durch einen lückenlosen Rasenbestand erreicht. Denn Lücken erleichtern dem Unkraut die Einwanderung in einen Bestand. Die Qualität des Rasens wird weitgehend von der Schnitthöhe und von der Häufigkeit des Schnittes bestimmt. Wird in langen Zeitabständen ein hochgewachsener Bestand sehr kurz geschnitten, kann der Rasen geschädigt werden, weil die feinen Gräser absterben und sich Rosettenunkräuter oder grobe Gräser ausbreiten. Bei herkömmlicher Pflege ist es üblich das Schnittgut zu entfernen. Lässt man es liegen, können sich unerwünschte Arten wie z.B. die einjährige Rispe (Poa annua) schnell über den ganzen Rasen verbreiten. Pflanzen brauchen Luft und Wasser, um richtig gedeihen zu können. Wenn sie diese elementaren Stoffe nicht im ausreichenden Maße erhalten, werden die erwünschten Gräser geschädigt, während einige anspruchslosere Unkraut Arten eine Förderung erfahren. Im Laufe der Zeit kann sich durch ständige Verwendung schwerer Maschinen und Belastung durch Spieler die Rasentragschicht verdichten. Diese Verdichtungen in Verbindung mit dem Rasenfilz verhindern Gasaustausch und Wasserdurchlässigkeit und damit die Durchdringung des Bodens mit Wurzeln. Durch Aerifizieren werden die entstandenen Schäden gemildert und der Rasen wird gekräftigt. Noch wirkungsvoller ist die Durchlüftung in Verbindung mit Besanden. Während des normalen gesunden Wachstums eines Rasens sammeln sich große Mengen abgestorbener Pflanzenreste auf dem Grund der Grasdecke an. Auf stark sandhaltigen, biologisch wenig aktiven Rasentragschichten bildet sich mit der Zeit ein dicker, undurchlässiger Filz, der die Durchlüftung und die Wasseraufnahme des Bodens behindert, damit den Rasen schwächt und ideale Voraussetzungen für die Entwicklung von Moossporen schafft. Durch Vertikutieren wird diese Filzschicht durchschnitten, die Seitentriebbildung gefördert und die Keimmöglichkeit für Unkräuter erschwert.

Hilft alles nix bleibt nur die genehmigungspflichtige Unkrautbekämpfung mit der Pflanzenschutzspritze.





Was tun wenn Alles nichts hilft?

Da bleibt nur die Chemische Unkrautbekämpfung mit der Pflanzenschutzspritze
Die ist allerdings genehmigungspflichtig.
Auskünfte und Wirkstoffe bei uns.

Wo liegt der Unterschied zwischen Maulwürfen und Wühlmäusen?
Schadbilder im Rasen durch Wühlmäuse und Maulwürfe sind sehr ärgerlich. Die Verursacher müssen auf Funktionsrasenflächen bekämpft werden, da der Sicherheitsaspekt auf diesen Flächen im Vordergrund steht und auch die Bespielbarkeit sehr leidet. Zudem wird durch die Erde in den Mähgeräten die Funktion und Haltbarkeit der Geräte eingeschränkt. Jedoch darf der Maulwurf nur vergrämt werden, da er auf der Roten Liste der Tiere steht. Eine Wühlmaus hingegen, besser gesagt eine Schermaus, darf bekämpft werden. Die beiden Arten können am Schadbild unterschieden werden. Die fruchtbare Schermaus hat ovale Gänge, meist nur etliche Zentimeter unter der Erdoberfläche. Sie schiebt ihre Haufen schräg heraus, d.h. das Loch ist nicht in der Mitte des Hügels und das Material ist meist grob. Der Maulwurf lebt in einem runden Gang und das Loch im hohen Erdhaufen ist in der Mitte. Weiterhin können beide Arten am toten Tier unterschieden werden. Die Schermaus besitzt einen langen Schwanz, der Maulwurf einen Stummelschwanz. Auch an der aufgenommenen Nahrung kann eine Unterscheidung vorgenommen werden. Die Schermaus ist ein Pflanzenfresser, der Maulwurf frisst Regenwürmer, Engerlinge etc.
Gute Bekämpfungserfolge angeblich mit Trockeneis. Keine Ahnung ob das legal ist.


Wie bekämpfe ich den Maulwurf, die Wühlmaus?
Die Bekämpfung ist für beide Arten ähnlich, wobei die Tötungsvariante für den Maulwurf nicht zulässig ist. Es gibt Vergrämungsmittel, Duftstöckchen, Fallen (auch für den Lebendfang), Gift, Gas, Carbid, Jauche als Vergrämungsmittel. Weiterhin ist eine Förderung der natürlichen Feinde, wie Schlangen, Fuchs, Storch, Mauswiesel  und Bussard eine Möglichkeit. Erfahrungsgemäß haben vibrierende und Hochtongeräte keinen berauschenden Bekämpfungserfolg. Nach Sanierung der Flächen kann ein Maulwurfzaun gegen das wieder Einwandern von diesen unerwünschten Gästen ein gewisser Schutz sein. Dabei wird ein Kunststoffgitter mindestens 40 cm tief in den Boden eingebracht. Die Kosten dafür sind nicht unerheblich, aber in Sonderfällen bestimmt gerechtfertigt.
 Gute Bekämpfungserfolge angeblich mit Trockeneis. Keine Ahnung ob das legal ist.
Leider lässt der Gesetzgeber die Grundstücksbesitzer mit dem Problem allein. Wenn ein natürlicher Feind den Schädling der Natur entnimmt ist es in Ordnung.
Nur der Mensch darf nicht eingreifen.
Ähnliches ist in letzter Zeit auch bei anderen Tierarten zu beobachten wie dem Wolf, Biber, Bär, Kormoranen.... die Liste ist lang. Und die Strafen drakonisch. Man soll als Geschädigter mit dem Problem leben. Keine faire Sache!
Da man als Betreiber eines Rasensportplatzes für die ordnungsgemäße Nutzung Sorge tragen muss ist das alles nicht leicht.



Sind Regenwürmer auf Sportrasenflächen Schädlinge oder Nützlinge?
Grundsätzlich ist das Vorhandensein von Regenwürmern in Sportrasentrageschichten eher zu begrüßen. Plätze mit einer hohen Regenwurmaktivität haben meist keine Probleme mit Staunässe oder schlechtem Wasser Abfluß. Werden die Wurmhäufchen zu störend, hilft oft eine Pflegebesandung um die Rutschgefahr einzudämmen oder das Abschleppen betroffener Flächen.. Auf Greens haben die Häufchen im Gegensatz zu einem Fußballplatz zum Teil spielentscheidenden Einfluß. Gefrorene Regenwurmhäufchen im Spätherbst können aber bei vermehrten Auftreten auch auf Fußballrasen zu einer Stolperfalle werden.Man kann , nach schweizer Literatur , Senfpulver in Wasser auflösen und auf die betreffenden Flächen ausbringen.
Ein neues Mittel , das wie Dünger auf die befallenen Flächen aufgebracht wird ist w-free. Hier kommen die Würmer auch an die Oberfläche und müssen abgekehrt werden. Das Mittel hat eine EU Zulassung für biologischen Landbau und benötigt keine besonderen Kenntnisse für den Anwender. Anwendung bevorzugt im frühen Herbst oder zeitiges Frühjahr.
Oft hilft auch eine deftige Kalkung um die Aktivität der Würmer eine Zeit lang einzudämmen.


Können Insektenlarven und Raupen Rasenflächen schädigen?
Viele Insektenlarven ernähren sich von den Wurzeln der Gräser. Treten Sie in größeren Mengen auf, können Sie beträchtlichen Schaden anrichten. Die Pflanze nimmt über die Wurzeln Wasser und Nährstoffe auf. Werden diese nun geschädigt oder zerstört, welkt die Pflanze. In der Folge werden die Gräser braun, vertrocknen und hinterlassen auf dem Rasen kahle Flächen. Hinzu kommt noch, dass Vögel auf der Suche nach Insektenlarven den Boden aufhacken und dadurch die feine Rasendecke zum Teil erheblich schädigen. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Bekämpfung der Schädlinge ist es, den Schaderreger eindeutig zu identifizieren.


Welche schädigenden Insekten und Raupenlarven gibt es?
Zu den Schadtieren zählen die Weisenschnaken, die Drahtwürmer, die Engerlinge, die Erdraupen, die Mückenlarven und die Maulwurfsgrillen. Die Wiesenschnaken ernähren sich von den unterirdischen Organen der Gräser und den in Bodennähe befindlichen Sprossen und Blättern. Symptome für einen Befall sind Welkeerscheinungen der Gräser bei sonnigem Wetter. Es können bis zu 1000 Larven pro m2 vorkommen. Anzeichen für einen Massenbefall kann das Scharen von Krähen oder Staren sein, die auf der Grasfläche Futter suchen und die Rasendecke aufpicken. Die Drahtwürmer sind die Larven der Schnellkäfer. Sie zerfressen faserartig den Triebgrund und die Wurzeln und treten vor allem auf neu angesäten Flächen auf. Die Symptome sind ähnlich wie beim Befall durch Schnaken. Die Engerlinge sind die Larven des Blatthornkäfers. Man findet sie vor allem unter vernachlässigtem Rasen. Sie können die Graswurzeln so stark schädigen, dass sich der Rasen aufrollen lässt wie Teppich. Stark befallene Flächen zeigen deutliche Merkmale, wie kleine, vollständig abgestorbene Flecken oder aber größere Stellen, die bei Trockenheit braun werden. Sekundärschädlinge sind Vögel, die den Rasen auf der Suche nach den Engerlingen aufkratzen. Erdraupen sind die Larven verschiedener Eulen und können vor allem in neu angesätem Rasen ernsthafte Schäden anrichten. Die Larven fressen den Triebgrund und die Wurzeln der Pflanzen. Dies führt zum Welken und häufig auch zum Absterben der Pflanzen. In Rasenflächen sind zwei Mückenarten aus der Familie der Haarmücken anzutreffen. Die Markushaarmücke und die Gartenhaarmücke. Sie fressen die Wurzeln und andere Pflanzenteile dicht unter oder über dem Boden. Dadurch entstehen dünne, locker anliegende Rasendecken, die unansehnlich und empfindlich gegen Trockenheit sind. Sie lassen sich anheben und aufrollen. Die Maulwurfsgrille, auch Werre genannt, frisst die Wurzeln der Rasenpflanze fleckweise ab. Dadurch verwelken die Pflanzen. Die fingerdicken Löcher im Boden dicht unter der Erdoberfläche werden oft von Unkraut besiedelt.


Wie kann ich Rasenkrankheiten (Pilzkrankheiten) verhindern?
Es sei gleich zu Anfang gesagt: Es gibt eine Vielzahl von Pilzkrankheiten, die den Rasen befallen können, es sind aber nur wenige, die so starke Schäden verursachen, daß Gegenmaßnahmen erforderlich werden. Gegen die Ausbreitung von Schadpilzen kann man nicht viel machen. Die Pilzsporen werden durch die Luft, den Regen, den Boden oder den unmittelbaren Kontakt mit Menschen, Tieren oder Arbeitsgeräten verbreitet. Es können sowohl die unterirdischen Pflanzenteile als auch die Blätter befallen werden. Jede Pilzart braucht bestimmte Wachstumsbedingungen: die eine braucht feuchtwarme Witterung, die andere liebt es kühl und feucht und wieder eine andere gedeiht am besten im Winter unter einer Schneedecke.

Ursachen für die Ausbreitung von Pilzkrankheiten sind:
Vorbeugende Maßnahmen gegen Pilzkrankheiten:
Bekämpfung von Pilzkrankheiten:

Ist eine Pilzkrankheit im Rasen entstanden, wird zunächst versucht, die Standortbedingungen zu verbessern. Wenn der Boden verdichtet ist oder eine dicke Rasenfilzschicht besteht, sollte für bessere Durchlässigkeit und oberflächennahe Durchlüftung gesorgt werden, zum einen durch Vertikutieren, zum anderen durch Aerifizieren. Darunter sind maschinelle Maßnahmen zu verstehen, die Verdichtungen im Wurzelbereich des Rasens bis in die Tiefe von 10 cm durch Löchern oder Schlitzen beseitigen. Empfehlenswert ist das anschließende Einbringen von Sand in die Löcher oder Spalten.


Was hilft gegen Dry Patch - Trockenflecken?
Die Flächen weisen trockenen Bereiche auf, in denen Gräser welken und schnell vertrocknen. Das Wasser dringt nicht mehr in den Boden ein, sondern läuft oberflächig ab. Frühmorgens zeigt sich auf den befallenen Flächen kein Tau. Das Wurzelwachstum ist deutlich reduziert. Besonders deutlich sind die Symptome während trockener, heißer Witterung ausgeprägt.

Befallfördernde Faktoren:
Vorbeugung und Behandlung:

Stand 2.2012